Literaturbüro Lüneburg e.V.
Am Ochsenmarkt 1a | 21335 Lüneburg
Telefon: 04131-3093687 | Fax: 04131-3093688
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9.00 bis 12.30 Uhr
 
 Di, 25. Februar 2020
19.30 Uhr
Heinrich-Heine-Haus
Eintritt: € 10,- / 7,- ermäßigt

Karten:
- Literaturbüro Lüneburg:
  04131-3093687
- Lünebuch
- Bücher Am Lambertiplatz

Restkarten gratis für Studierende

Abholung: Ab eine halbe Stunde
vor Beginn der Veranstaltung

Veranstalter:
Literaturbüro Lüneburg

Grenzenlos 2020
Virginia Woolf-Abend


Mit Michael Kumpfmüller und Antje Rávik Strubel

Virginia Woolf gilt als Pionierin der literarischen Moderne und als eine der einflussreichsten feministischen Autorinnen des vorigen Jahrhunderts. Ende der 1920er Jahre war sie international bekannt und erfolgreich mit Romanen wie "Mrs Dalloway", "Die Fahrt zum Leuchtturm" oder „Orlando“. Ihr Essay „Ein Zimmer für sich allein“ von 1931, zu Woolfs Lebzeiten bereits hochgelobt, wurde zu einem der meistrezipierten und wegweisenden Texte der Frauenbewegung. Engagiert und poetisch, erfahrungssatt und ironisch analysiert Woolf darin Geschlechterdifferenzen und führt aus, was Frauen brauchen, um künstlerisch tätig zu sein, große Literatur zu produzieren: ein gewisses Maß an finanzieller, vor allem aber geistige Unabhängigkeit, im viktorianischen England symbolisiert durch ein eigenes Zimmer. Antje Rávik Strubel hat den Text neu übersetzt und mit einem Nachwort versehen.

Michael Kumpfmüllers Roman „Ach, Virginia“ erzählt von den letzten zehn Tagen ihres Lebens: Im März 1941 gerät die berühmte Schriftstellerin in ihre letzte große Krise. Sie hat soeben ein neues Buch beendet und über das kleine Cottage im Süden Englands, das sie mit ihrem Mann Leonard bewohnt, fliegen deutsche Bomber. Woolf führt das Leben einer Gefangenen, die nicht weiß, wie und wohin sie ausbrechen soll – und am Ende entscheidet sie sich für den Fluss. „Ach, Virginia“ ist ein literarisches Porträt auf kleinstem Raum, aber es ist noch mehr – ein leidenschaftliches Plädoyer für das Leben.

Antje Rávik Strubel und Michael Kumpfmüller stellen ihre Bücher vor und sprechen mit Martina Sulner über die Bedeutung von Virginia Woolf für die zeitgenössische Literatur und für ihr eigenes Schreiben.


Die Reihe „Grenzenlos 2020“ wird von der Sparkassenstiftung Lüneburg und dem Landkreis Lüneburg gefördert.